Dienstag, 10. Februar 2015

Karma und Partnerschaft

Da es in diesem Kosmos keinen Zufall gibt, kann auch eine so wichtige Begegnung wie die mit einem Partner nicht zufällig sein. 
Vielmehr haben wir diese Begegnung frei gewählt, um bestimmte Lernschritte fortzusetzen, die wir in früheren Inkarnationen begonnen haben. 
Denn wir alle streben, bewusst oder unbewusst, nach der verloren gegangenen Einheit, die uns in dieser dualen Welt besonders schmerzhaft wird. 
Der Sinn einer Partnerschaft ist daher immer,
 miteinander und aneinander zu lernen, 
um schließlich die gesuchte Einheit
 IN UNS zu ent-decken.
Das Leben jedes sensitiven, geistig orientierten Menschen ist von der Sehnsucht nach der verlorenen Einheit geprägt, das bedeutet letztlich immer die Suche nach sich selbst. 
Wir leben in dieser Welt der Dualität, 
weil wir nur hier zur Einheit zurückfinden können. 
Denn die immer wieder schmerzlich erlebte Dualität
 hält die Sehnsucht nach der Einheit lebendig.
Der erste Schritt zu dieser Einheit ist die Verbindung mit einem anderen Menschen, mit dem wir zu einer vollkommenen Einheit verschmelzen können.
 Doch selbst wenn uns das gelingen sollte, stellen wir fest, dass es nur ein erster Schritt ist. Denn Partnerschaft ist nur eine Unterstützung auf dem Weg, die Einheit in uns selbst zu finden; das ist gleichzeitig der ganze Sinn einer Partnerschaft. 
Kann sie dies nicht - oder nicht mehr - erfüllen,
 hat sie ihren Sinn verloren und muss sich auflösen.
Der Sinn einer Partnerschaft ist daher nicht, 
sich mit Hilfe des anderen ein schönes, harmonisches 
oder gar bequemes Leben zu gestalten. 
Selbst wenn der andere der ideale Partner für mich ist, 
vielleicht sogar meine Dualseele, werde ich gerade durch die Seele, 
mit der ich am engsten verbunden bin, am stärksten gefordert -
 und damit gefördert. 
Schwierigkeiten, die so entstehen,
 haben also immer nur mit MIR 
und nie mit dem anderen zu tun. 
Deshalb kann ich sie auch nur IN MIR lösen.
So haben zwei Menschen, die karmisch verbunden sind, 
nicht noch "eine Rechnung miteinander zu begleichen", sondern sie sind sich gegenseitig Chance zu einem schnelleren geistigen Wachstum. Deshalb sollen sie diese Chance bewusst nutzen.
 Ist diese Aufgabe erfüllt oder kann sie in der Partnerschaft nicht mehr geleistet werden, dann hat die Partnerschaft ihren Sinn, 
ihren inneren Gehalt verloren. 
Halten die beiden trotzdem daran fest, ist das falsch verstandene Rücksicht; Rücksichtslosigkeit gegen den anderen und gegen sich selbst. Denn indem der eine an etwas Überlebtem festhält, 
kann das, was das Leben jetzt zum Ausdruck bringen will, 
für beide nicht geschehen. 
Sie blockieren so ihre weitere Entwicklung.
Ein echte Partnerschaft kann daher nur aus zwei selbstständigen heilen Wesen bestehen, die ihre Individualität auch in der Vereinigung mit dem anderen bewahren.
 Nur so sind wir wirklich bereit, die Schwachstellen anzuschauen, 
die durch den anderen aufgedeckt werden, sie können uns in einem kosmischen Bewusstsein und geistiger Offenheit begegnen.
 Nur so zeigt sich, wie bereichernd und aufregend eine Partnerschaft sein kann, wie sie gedacht ist.